Hallo
liebe
Katzenfreunde,
mein
Name
ist
Benjamin
vom
Trollberg,
und
ich
bin
ein
Norwegischer
Waldkater
- na
gut:
dann
halt
Kastrat
-
als
wenn
diese
„zwei
Kleinigkeiten“
etwas
ausmachen
würden
(hihi)!
Eigentlich
wollte
ja
meine
„Mum“
(so
nenn´
ich
liebevoll
meine
Krabbelmaschine)
von
mir
und
meinem
Leben
erzählen;
aber
wie
Menschen
halt
so
sind,
wenn
es
um
etwas
geht,
was
sie
besonders
lieben,
sind
sie
einfach
zu
nah
am
Wasser
gebaut.
Tja,
und
bevor
das
Blatt
Papier
dann
durch
die
Tränen
unleserlich
wird,
erzähle
ich
euch
nun
meine
Geschichte.
Also,
geboren
wurde
ich
an
einem
schönen
Sommertag,
dem
15.
August
1996,
bei
einer
Züchterin
in
Moers
namens
Elke
Willuda.
Als
ich
gerade
acht
Wochen
alt
war,
klingelte
an
einem
Samstag
das
Telefon:
„Mum“
und
„Dad“
(ach
so:
Dad
ist
der
Mann
von
Mum)
erkundigten
sich
nach
Norwegischen
Waldkatzen.
Nach
einem
längeren
Telefonat
entschieden
sich
die
beiden
für
einen
Besuch
bei
Elke.
Und
dann,
was
soll
ich
Euch
sagen,
gibt
es
Liebe
auf
den
ersten
„Katzenblick“
...?
Als
Mum
mich
sah
und
ich
sie,
wußten
wir,
daß
wir
füreinander
bestimmt
waren.
Obwohl
ich
vier
Geschwisterchen
habe,
wollte
Mum
nur
mit
mir
spielen
und
knuddeln.
Elke
versuchte
zwar,
Mum
und
Dad
davon
zu
überzeugen,
doch
lieber
mein
Schwesterchen
(ein
Black
silver/white
classic
Mädel)
zu
nehmen,
da
sie
angeblich
vom
Wesen
her
netter
wäre
und
nicht
so
ein
Rabauke
wie
ich.
Aber
nein,
das
kam
für
Mum
überhaupt
nicht
in
Frage,
die
Entscheidung
war
gefallen:
Benjamin,
und
kein
anderes
Kätzchen
sollte
es
sein!
Nun
wollten
mich
die
beiden
natürlich
gerne
auch
sofort
mit
nach
Hause
nehmen
...
aber
sie
mußten
noch
vier
endlose
Wochen
warten,
bis
ich
endlich
bei
Ihnen
einziehen
konnte.
Tja,
und
dann
unterlief
Elke
einen
fataler
Fehler.
Sie
sagte:
„Wir
wohnen
doch
nur
ein
paar
Minuten
voneinander
entfernt,
ihr
könnt
euren
Kleinen
doch
zwischendurch
noch
mal
besuchen
kommen!“
Aus
dem
„noch
mal“
wurde
fast
jeder
Tag
der
Woche,
aber
Elke
freute
sich
über
den
Besuch
von
Mum
und
Dad
und
empfing
die
Beiden
jedesmal
herzlich.
Dann
kam
endlich
der
große
Tag,
ich
durfte
endlich
zu
Mum
und
Dad
in
mein
neues
Heim.
He,
was
war
das
denn
für
eine
Katze,
die
mir
dort
entgegenkam?
Warum
hatte
sie
so
eine
kleine
Nase?
Hm,
egal,
trotzdem
konnte
man
toll
mit
ihr
über
Tische
und
Stühle
rasen.
Shelly,
eine
Perserkatze
(mit
Näschen),
war
also
von
nun
an
mein
neuer
Spielgefährte.
Nachdem
ich
mich
gerade
in
meinem
neuen
Heim
eingelebt
hatte,
stand
ein
Umzug
bevor.
Am
21.
Dezember,
bei
–15
°C,
machten
wir
uns
auf
den
Weg
in
unser
neues
Zuhause.
Doch
was
war
das?
Am
24.
Dezember
wachte
ich
auf,
und
mir
war
ganz
kalt
und
flau
im
Kopf.
Mum
rief
mich
zum
Essen,
aber
ich
war
so
schlapp,
daß
ich
nichts
herunterbekam
und
mich
einfach
nur
vor
die
Heizung
legte.
Mum
sprach
liebevoll
mit
mir:
„Hallo
mein
kleiner
Knuddelbär
(psst,
das
ist
mein
Kosename,
aber
erzählt
es
nicht
weiter)
was
ist
denn
los
mit
Dir?!“
Ich
merkte
das
Mum
mich
die
ganz
Zeit
beobachtete.
Nach
ca.
3
Stunden
war
ich
so
schlapp,
daß
ich
noch
nicht
mal
mehr
mein
Köpfchen
heben
konnte,
als
Mum
mich
ansprach.
Ich
hörte
Mum
wie
aus
weiter
Ferne
rufen:
„Wolfgang,
komm
schnell,
Benjamin
muß
sofort
zu
einem
Tierarzt!“
Ich
hörte,
wie
Dad
die
Treppe
herunter
rannte
und
die
beiden
telefonierten.
„Was
heißt
das,
Sie
können
mir
keine
Rufnummer
von
einem
Tierarzt
hier
in
der
Umgebung
nennen,
das
gibt
es
doch
wohl
nicht!“
hörte
ich
Mum
sagen.
Aber
dann
hatte
Mum
eine
Idee.
„Wir
rufen
Elke
an“,
sagte
Sie
zu
Dad.
Elke
war
wie
immer
hilfsbereit
und
alarmierte
ihren
Tierarzt.
Das
Telefon
klingelte,
und
ich
hörte
Mum
sagen:
„Wie,
dein
Tierarzt
ist
zu
einem
Notfall
unterwegs?
Oh
nein,
was
sollen
wir
denn
nur
machen?
Ich
habe
bereits
Fieber
gemessen:
Benni
hat
eine
Temperatur
von
41°C,
er
muß
sofort
zu
einem
Arzt!“
Nach
scheinbar
endlosen
Telefonaten
war
endlich
eine
nette
Tierärztin
gefunden,
zu
der
wir
uns
auf
den
Weg
machten.
Als
wir
an
der
Tierarztpraxis
ankamen,
stand
die
Ärztin
bereits
an
der
Tür
und
nahm
mich
liebevoll
entgegen
und
sagte:
„Ach,
du
armer
Kerl,
das
bekommen
wir
schon
wieder
in
den
Griff,
was?!“
Autsch,
was
war
das
denn
für
ein
Piekser
in
meinem
Po?
Also,
solche
Spritzen
sind
ja
wirklich
unangenehm.
Die
Ärztin
beruhigte
Mum
und
Dad
und
gab
den
Beiden
noch
Tabletten
mit,
die
ich
die
nächsten
Tage
bekommen
sollte.
Na,
so
eine
Krankheit
hat
auch
was
Gutes,
ich
wurde
gehätschelt
und
getätschelt,
bei
jedem
kleinen
Hüsterchen,
kam
Mum
sofort
angerannt
und
kümmerte
sich
liebevoll
um
mich.
Nach
einer
Woche
war
ich
wieder
ganz
der
Alte,
ein
richtig
kleiner
Teufel
(das
sind
Mum´s
Worte).
Aber
das
war
erst
der
Anfang
meines
„Pechvogeldaseins“!
Im
Januar
feierte
Mum
ihren
Geburtstag
und
es
waren
jede
Menge
Menschen
zu
Besuch.
Wow,
alle
hatten
kleine
knisternde
Päckchen
mitgebracht,
an
denen
wunderschöne
Bändchen
hingen.
So
eines
mußte
ich
haben,
aber
wie
nur?
Mum
packte
die
Geschenke
aus
und
entsorgte
alles
sofort
im
Mülleimer.
Oh
verdammt,
wie
sollte
ich
es
nur
anstellen,
so
ein
leuchtendes
Bändchen
zu
bekommen.
He,
ich
hatte
eine
super
Idee!
Also:
in
einer
unbeobachteten
Sekunde
hin
zum
Mülleimer,
mich
auf
den
Schwingdeckel
fallen
lassen,
schwups
im
Mülleimer
landen,
ein
Bändchen
schnappen
und
schnell
in
irgendeine
Ecke
verschwinden.
Das
klappte
auch
erstklassig.
Ich
hatte
endlich
ein
Bändchen,
und
keiner
hatte
mich
dabei
erwischt.
Dieses
Bändchen
war
silberfarben
und
hatte
einen
kleinen
Draht
in
der
Mitte,
der
sich
formen
ließ.
Schmatz,
schmatz,
kaute
ich
auf
dem
Band
herum,
und
auf
einmal
hatte
ich
es
verschluckt.
Aber
was
soll´s,
dachte
ich
mir,
was
vorne
‘rein
geht,
kommt
irgendwann
hinten
wieder
raus.
Falsch
gedacht;
nach
einer
Woche
hatte
ich
solche
erbärmlichen
Magenschmerzen,
daß
ich
mich
krümmte
und
Blut
erbrach!
Dad
war
im
Badezimmer
und
bemerkte,
daß
ich
mich
übergeben
hatte.
Da
Mum
nicht
da
war,
entschied
Dad
mit
mir
zum
Tierarzt
zu
fahren.
Dieser
tastete
mich
ab
und
untersuchte
mich
eingehend
(übrigens
diesen
Tierarzt
hatte
ich
noch
nie
leiden
können,
er
war
mir
einfach
unsympathisch).
Ich
hörte
diesen
Menschen
sagen:
„Ja
Herr
Webers,
es
sieht
leider
ganz
so
aus,
als
hätte
Benjamin
einen
angeborenen
Leberschaden.
Schauen
Sie
sich
doch
mal
an,
wie
gelb
die
Ohren
und
Schleimhäute
sind.
Ich
denke,
es
ist
besser,
ihn
einzuschläfern!“
Dad
verschlug
es
die
Sprache,
und
er
murmelte
nur
noch:
„Nein,
nein,
nein,
nicht
Benjamin.
Ich
nehme
ihn
wieder
mit
nach
Hause
und
spreche
mit
meiner
Frau.“
Dad
lief
nervös
den
Flur
auf
und
ab,
er
wußte
nicht,
wie
er
es
Mum
beibringen
sollte.
Da
...
ich
hörte
den
Schlüssel
in
der
Tür
und
Dad
stürmte
sofort
dorthin.
Er
berichte
Mum
ganz
genau
was
der
Tierarzt
gesagt
hatte.
Mum
brach
in
Tränen
aus
und
hielt
mich
ganz
fest
in
ihren
Armen.
Und
dann
hörte
ich
sie
wütend
sagen:
„Nein,
wir
werden
unseren
Benni
nicht
einfach
so
einschläfern
lassen.
Wir
packen
unseren
Knuddelbär
jetzt
ein
und
fahren
zu
einer
Spezialklinik.“
Als
wir
in
der
Tierklinik
in
Mönchengladbach
am
Bökelberg
ankamen,
stand
uns
sofort
eine
Ärztin
zur
Seite,
die
sich
rührend
um
mich
kümmerte.
Endlich
ging
die
Tür
zum
Behandlungszimmer
auf
und
Mum
und
Dad
kamen
herein.
Frau
Dr.
Huber,
so
hieß
die
nette
Ärztin,
sah
das
verweinte
Gesicht
von
Mum
und
beruhigte
sie
erst
mal:
„Also,
Frau
Neugebauer,
es
ist
kein
angeborener
Leberschaden,
es
ist
eine
Vergiftung,
hervorgerufen
durch
einen
Gegenstand
im
Magen.
Ihr
Benjamin
muß
jetzt
bei
uns
bleiben
und
wird
operiert.
Allerdings
ist
so
eine
Magenoperation
sehr
schwierig
und
wird
daher
vom
Chefarzt
selbst
durchgeführt.
Bitte
machen
Sie
sich
keine
Sorgen,
wir
werden
Sie
telefonisch
auf
dem
laufenden
halten!“
Mit
diesen
Worten
wurden
Mum
und
Dad
verabschiedet
und
ich
wurde
in
ein
kleines
Krankenzimmer
gebracht.
Fünf
Tage
später
hatte
ich
die
Operation
gut
überstanden,
und
Mum
durfte
mich
endlich
wieder
nach
Hause
holen
und
dort
weiterbetreuen.
Ich
hörte
Mum´s
Stimme,
als
sie
das
Krankenzimmer
betrat,
und
freute
mich
sie
endlich
wieder
zu
sehen.
Die
Ärzte
konnten
kaum
glauben,
was
sie
dort
sahen:
Mum
machte
den
Käfig
auf
und
nahm
mich
in
ihre
Arme.
Oh,
war
das
schön
...
ich
fing
sofort
an
zu
schnurren
und
zu
schmusen.
Der
Chefarzt
äußerte
ganz
erstaunt:
„So
ein
Halunke,
keiner
von
uns
konnte
seine
Hand
in
den
Käfig
stecken,
ohne
daß
sich
seine
spitzen
Krallen
in
unsere
Haut
bohrten,
und
jetzt
ist
er
lieb
wie
ein
Lämmchen!
Ja
ja,
ein
Wolf
im
Schafspelz
(und
alle
lachten)!“
Mum
bekam
genaue
Anweisungen,
wie
sie
mich
zu
füttern
und
zu
pflegen
hatte
und
dann
machten
wir
uns
auf
den
Heimweg.
Endlich
wieder
im
trauten
Heim!
War
das
schön!
Aber
warum
hatte
ich
Blödmann
auch
dieses
Band
verschluckt?
Aus
Fehlern
lernt
man.
So
sagt
doch
das
Sprichwort,
oder?!
Nachdem
ich
einmal
Papa
geworden
war,
entschlossen
sich
Mum
und
Dad,
daß
ich
ein
Kastrat
werden
sollte.
Auch
diesmal
benahm
ich
mich
beim
Tierarzt
unter
aller
Würde.
Allein
der
Geruch
machte
mich
wahnsinnig.
Im
März
1998
wurden
wieder
Kartons
gepackt
und
Möbel
gerückt.
Es
stand
ein
Umzug
bevor.
Wir
bekamen
ein
richtig
großes
Haus,
mit
einem
wunderschönen
Garten
zum
Spielen.
Im
Sommer
sah
ich
Mum
und
Dad
immer
zu,
wenn
sie
sich
um
den
Garten
kümmerten;
was
hätte
ich
darum
gegeben,
bei
ihnen
zu
sein
und
die
Schmetterlinge
zu
fangen.
Aber
es
war
halt
nur
ein
Traum.
Oder
doch
nicht?
Ich
hörte,
wie
Mum
und
Dad
heftig
diskutierten.
Dad
sagte:
„Nein,
Benjamin
kommt
nicht
raus,
wer
weiß
was
dann
wieder
alles
passiert!“
Und
Mum
erwiderte:
„Der
arme
Knuddelbär
hat
schon
so
viel
in
seinem
Leben
mitgemacht,
und
ich
seh´
ihm
an,
daß
er
so
gerne
nach
draußen
möchte,
also
tun
wir
ihm
doch
den
Gefallen.
Was
soll
denn
hier
schon
passieren?
Die
nächste
Straße
ist
3 km
entfernt
und
rundherum
gibt
es
nur
Felder,
Wiesen
und
Wälder.
Also,
laß
es
uns
doch
mal
versuchen!“
Gesagt,
getan.
War
das
super,
so
durch
die
Wiesen
zu
toben
und
Mäuse
zu
fangen!
Es
war
für
mich
der
größte
Traum,
den
mir
Mum
erfüllen
konnte.
Ich
war
glücklich,
und
jeder
sah
es
mir
auch
an.
Nach
und
nach
wurde
ich
mutiger
und
erweiterte
meine
Streifzüge.
Was
war
denn
da
an
mir
vorbeigehuscht?
Etwas
schwarz-weißes
namens
Timo.
Timo
gehörte
zu
dem
Nachbarhof
und
war
eine
kastrierte
Hauskatze.
Wir
verstanden
uns
super
und
unternahmen
viel
zusammen.
Eines
Tages
sagte
er:
„He
Benni,
was
hältst
du
denn
davon,
mal
mit
zu
mir
zu
kommen?
Ich
zeige
dir
meinen
Hof.“
Warum
nicht,
dachte
ich
mir,
und
so
machten
wir
uns
auf
den
Weg.
Dort
angekommen
saß
am
Toreingang
eine
Katze,
die
genauso
aussah
wie
Timo.
Timo
begrüßte
sie
mit
den
Worten:
„Miau,
hallo
Mami,
das
ist
Benjamin,
mein
Freund!“
Bella
war
sehr
lieb
zu
mir
und
freute
sich,
daß
Timo
endlich
jemanden
zum
Spielen
gefunden
hatte.
Wir
zogen
weiter
durch
Timos
Revier,
und
Bella
ermahnte
uns:
„Seid
vorsichtig
und
nicht
so
übermütig!“
Aber
was
Mütter
schon
sagen!
Wir
tollten
den
ganzen
Tag
ausgelassen
durch
die
Stallungen,
bis
ich
auf
einmal
Mums
Stimme
hörte:
„Benjamin,
Benjamin!“
Das
war
das
Zeichen
für
mich,
nach
Hause
zu
kommen.
Ich
verabschiedete
mich
von
Timo
und
rannte
so
schnell
ich
konnte
nach
Hause.
Da
stand
Mum
und
nahm
mich
in
Empfang.
Ihr
könnt
Euch
gar
nicht
vorstellen
wie
schön
mein
Leben
bis
zu
diesem
„fürchterlichen“
Tag
war,
ein
richtig
kleines
Paradies!
An
einem
wunderschönen
Donnerstag
morgen
machte
ich
mich
wie
immer
auf
den
Weg
zu
Timo,
um
mit
ihm
durch
die
Felder
zu
ziehen.
Ups,
was
standen
denn
da
für
zwei
angsteinflößende
Kreaturen,
sogenannte
Hunde.
Warte
mal,
Mum
hatte
mir
doch
mal
erzählt,
daß
ich
Acht
geben
sollte
vor
Hunden.
Timo
stand
auf
dem
Dach
des
Pferdestalls
und
rief
mir
zu:
„Los
doch,
renn´
an
den
beiden
kläffenden
Hunden
vorbei.“
Ich
fauchte
und
schrie
Timo
zu:
„Bist
du
verrückt
geworden?
Schau´
sie
dir
doch
an,
wie
wütend
sie
bellen!“
Aber
Timo
hänselte
mich
und
sagte:
„Benjamin
ist
ein
Feigling!“
Nein,
das
mußte
ich
mir
wirklich
nicht
sagen
lassen,
also
eins,
zwei,
drei
und
an
den
Hunden
vorbei.
Aaaaaahhhhh,
beim
Sprung
auf
das
Dach
vom
Pferdestall
spürte
ich
einen
reißenden
Schmerz
an
meinem
rechten
Hinterbein.
Ein
höllischer
Schmerz
durchfuhr
meinen
ganzen
Körper.
Timo
bekam
Angst
und
rannte
weg.
Nun
lag
ich
da
auf
dem
Dach,
davor
die
beiden
kläffenden
Hunde,
was
sollte
ich
nur
machen.
Tot
stellen,
bis
die
Hunde
weg
waren?
Die
Sonne
knallte
auf
mich
drauf,
und
ich
konnte
mein
Beinchen
vor
Schmerzen
nicht
bewegen.
Wie
jeden
Tag
hörte
ich
Mum
rufen,
nur
diesmal
konnte
ich
ihr
nicht
entgegenlaufen.
Also
maunzte
ich:
„Hier
bin
ich,
Mum,
hier
auf
dem
Dach!
Bitte
komm´
mich
holen,
ich
hab´
solche
Angst
und
höllische
Schmerzen!“
Aber
Mum
konnte
mich
weder
hören
noch
sehen.
Ich
verbrachte
die
Nacht
auf
dem
Dach,
da
ich
mich
nicht
bewegen
konnte.
Am
nächsten
Morgen
stupste
mich
Timo
an
und
wollte,
daß
ich
ihn
auf
seiner
Streiftour
durch
den
Wald
begleite.
Ich
schrie
Timo
an:
„Los,
lauf
und
hol´
Hilfe!“
Timo
rannte
so
schnell
er
konnte
zu
Mum
und
Dad.
„Schau´
mal
da
ist
Timo“
sagte
Mum
zu
Dad.
„Wo
hast
du
denn
unseren
Benni
gelassen?“
Timo
versuchte
sein
Bestes
und
brachte
Mum
und
Dad
auch
dazu
ihn
zu
begleiten.
Ja,
endlich
war
Rettung
in
Sicht.
„Hier
oben
auf
dem
Dach
bin
ich,
hallo
Mum“.
Aber
nein,
sie
sahen
und
hörten
mich
nicht.
Vom
Dach
aus
konnte
ich
beobachten,
wie
Mum
und
Dad
die
ganz
Umgebung
nach
mir
absuchten,
unter
jedem
Strauch,
in
jedem
Schuppen
und
Winkel
schauten
sie
nach,
nur
nicht
auf
dem
Dach.
So
lag
ich
einen
weiteren
Tag
auf
diesem
Dach
und
wußte
nicht,
was
ich
machen
sollte.
Ich
hatte
keine
andere
Wahl,
ich
mußte
von
diesem
Dach
runter,
also
beschloß
ich,
in
der
kommenden
Nacht
trotzt
größter
Schmerzen
ein
sicheres
Versteck
zu
suchen.
Ich
konnte
nicht
laufen,
also
schleppte
ich
mich
bis
zum
nächsten
Busch
und
blieb
dort
liegen.
Hoffentlich
entdeckten
mich
hier
nicht
die
Hunde,
dann
wäre
ich
verloren!
Wie
mir
Mum
später
erzählte,
hat
sie
von
freitags
bis
sonntags
kein
Auge
zugemacht.
Abwechselnd
wurde
Wache
geschoben,
falls
ich
mich
nachts
sehen
lassen
würde.
Dad
versuchte
Mum
zu
beruhigen,
indem
er
sagte:
„Mach´
Dir
nicht
so
viel
Sorgen,
Benni
kommt
schon
wieder.
Vielleicht
hat
er
zum
ersten
Mal
einen
Hasen
erlegt
und
ist
so
mit
seiner
Beute
beschäftigt,
daß
er
die
Zeit
vergessen
hat.“
Aber
Mum
spürte
instinktiv,
daß
mir
was
zugestoßen
sein
mußte,
und
ließ
sich
durch
Dads
Worte
nicht
beruhigen.
Die
komplette
Nachbarschaft
(es
waren
ja
nur
drei
Bauernhöfe)
wurden
wieder
und
wieder
von
Mum
und
Dad
durchforstet.
Auch
der
angrenzende
Wald
wurde
nicht
ausgelassen.
Dad
hörte
am
Sonntag
morgen
um
5:00
Uhr
einen
Schuß
im
Wald.
Der
Jäger
war
unterwegs,
vielleicht
konnte
er
den
beiden
ja
weiterhelfen.
Also
rannte
Dad
so
schnell
er
konnte
in
den
Wald
und
stellte
dem
Jäger
Fragen
über
mich.
„Wir
vermissen
seit
Donnerstag
unsere
Norwegische
Waldkatze,
er
heißt
Benjamin
und
hat
ein
helles
Fell.“
Der
Jäger
wußte
sofort,
um
welche
Katze
es
ging:
„Ach
so,
Sie
meinen
den
hellen
Kater
mit
dem
buschigen
Schwanz.
Ja,
den
habe
ich
am
frühen
Freitag
morgen
am
Waldrand
gesehen.
Vielleicht
ist
er
ja
in
eine
meiner
Fuchsfallen
geraten.
Wenn
Sie
möchten,
gehen
wir
gemeinsam
die
Fallen
ab.“
Was
für
eine
Frage,
natürlich
wollten
Mum
und
Dad
alle
Fallen
sehen.
Aber
ohne
Erfolg.
Mum
war
mit
den
Nerven
am
Ende
und
weinte
und
weinte
und
weinte.
Mittlerweile
ging
es
mir
so
schlecht,
daß
ich
kaum
noch
meine
Umwelt
wahrnahm.
Mein
Fuß
glich
einem
Luftballon,
er
war
stark
entzündet
und
blutverschmiert.
War
das
mein
Ende,
mein
Platz
zum
sterben?
Da,
plötzlich
hörte
ich
ein
Geräusch
...
Es
waren
Schritte,
die
auf
mich
zukamen.
Ich
hatte
Angst,
ich
hoffte,
daß
es
nicht
die
Hunde
sein
würden.
Es
war
Sonntag
abends
gegen
22:00
Uhr
und
Jörg,
ein
Nachbar,
kam
um
diese
Zeit
von
der
Mittagschicht.
Er
versorgte
im
Garten
seine
Gänse
und
Schafe.
Also
sagte
ich
zu
mir:
„Benjamin,
wenn
du
leben
möchtest,
ist
das
wahrscheinlich
deine
letzte
Chance,
dich
bemerkbar
zu
machen.“
Also
schrie
ich
so
laut
ich
nur
konnte
und
hoffte,
daß
Jörg
mich
hören
würde.
Auf
einmal
beugte
sich
jemand
zu
mir
herunter
und
stupste
den
Ast
zur
Seite,
es
war
Jörg.
Nun
wußte
ich,
daß
alles
wieder
gut
werden
würde,
und
fiel
in
eine
Art
Koma.
Jörg
nahm
mich
behutsam
auf
den
Arm
und
brachte
mich
nach
Hause.
Als
Mum
und
Dad
uns
sahen,
brachen
Sie
in
Freudentränen
aus.
Da
es
schon
dämmerig
war,
konnte
Mum
nicht
sofort
erkennen,
daß
ich
schwer
verletzt
war.
Erst
als
Jörg
mich
in
Mums
Arm
legte,
bemerkte
sie,
daß
mein
rechtes
Beinchen
herunterhing.
Sofort
wurde
ich
in
eine
Transportbox
verfrachtet
und
zur
Tierklinik
gebracht.
Dort
angekommen
wurde
ich
von
Frau
Dr.
Huber,
meiner
Lieblingsärztin,
in
Empfang
genommen
und
eingehend
untersucht.
Zu
dieser
Ärztin
hatte
ich
Vertrauen
und
ließ
mich
ohne
Gegenwehr
untersuchen.
Mum
und
Dad
wurden
mit
den
folgenden
Worten
nach
Hause
geschickt:
„Leider
hat
Benjamin
sehr
viel
Blut
verloren,
und
die
Entzündung
ist
schon
in
einem
fortgeschrittenen
Stadium.
Wir
müssen
jetzt
als
erstes
versuchen,
das
hohe
Fieber
und
die
Entzündung
in
den
Griff
zu
bekommen,
und
dann
erst
können
wir
eine
Operation
wagen.
Sie
können
sich
morgen
früh
gegen
10:00
Uhr
bei
unserem
Chefarzt
telefonisch
melden.“
Natürlich
konnten
Mum
und
Dad
die
ganze
Nacht
nicht
schlafen
und
sehnten
den
nächsten
Morgen
herbei.
Pünktlich
um
10:00
Uhr
fragte
Mum
in
der
Tierklinik
nach,
wie
es
mir
ging.
Dr.
Osthold,
der
Chefarzt
der
Tierklinik
hatte
leider
eine,
wie
er
es
ausdrückte
„schlechte
Nachricht“
für
Mum
und
Dad.
„Dadurch,
daß
Benjamin
als
Jungkatze
öfter
Antibiotika
bekommen
hat,
spricht
sein
Körper
nicht
mehr
darauf
an,
und
weder
die
Entzündung
noch
das
Fieber
sind
in
den
Griff
zu
bekommen.
Wir
werden
jetzt
ein
anderes
Medikament
probieren.
Bitte
rufen
Sie
morgen
um
die
gleiche
Zeit
noch
mal
an.“
Diese
schlechten
Nachrichten
zogen
sich
bis
donnerstags
hin.
An
diesem
Tag
meldete
sich
Dr.
Osthold
mit
folgenden
Worten
bei
Mum:
„Hallo
Frau
Neugebauer,
heute
habe
ich
eine
positive
und
leider
auch
ein
negative
Nachricht
für
Sie.
Die
Positive
ist,
wir
haben
das
Fieber
in
den
Griff
bekommen,
und
Benjamin
liegt
bereits
auf
unserem
OP-Tisch.
Nachdem
wir
das
Beinchen
aufgeschnitten
haben,
mußten
wir
leider
feststellen,
daß
die
Entzündung
die
Knochen
schon
so
weit
angegriffen
hat,
daß
wir
das
komplette
rechte
Hinterbein
amputieren
müssen.
Leider
ist
es
uns
nicht
möglich,
das
Bein
zu
retten.
Natürlich
haben
Sie
auch
die
Möglichkeit,
sich
dahingehend
zu
entscheiden,
daß
wir
das
Tier
euthanisieren.“
Durch
diese
Worte
so
geschockt,
verschlug
es
Mum
die
Sprache
und
sie
brach
in
Tränen
aus.
Dr.
Osthold
war
zwar
vom
Wesen
her
ein
sehr
direkter
und
handfester
Tierarzt,
aber
in
dem,
was
er
tat,
eine
Koryphäe.
Also
schrie
er
Mum
durch
das
Telefon
an:
„Warum
heulen
Sie
jetzt,
es
liegt
doch
in
Ihrer
Hand,
was
passieren
soll!
Ich
als
Arzt
kann
Ihnen
nur
sagen,
auch
ein
Leben
mit
drei
Beinen
ist
lebenswert
und
für
eine
Katze
gar
kein
Problem.
Das
Problem
sind
die
Menschen,
die
meistens
zu
eitel
dafür
sind,
ein
Tier
mit
drei
Beinen
an
ihrer
Seite
haben
zu
wollen.“
Jetzt
wurde
Mum
sauer:
„Was
soll
das
denn
heißen,
zu
eitel?
Ich
möchte
nur,
daß
Benjamin
vernünftig
leben
kann.
Aber
wenn
Sie
mir
sagen,
eine
Katze
kann
auch
gut
mit
drei
Beinen
leben,
dann
soll
unser
Benjamin
leben.“
Zwei
endlose
Stunden
dauerte
die
Operation,
welche
ohne
Komplikationen
durchgeführt
werden
konnte.
Allerdings
wurde
die
Nachbehandlung
eine
richtige
Herausforderung
für
das
Ärzteteam.
Keinem
Arzt
war
es
möglich,
seine
Hand
in
meinen
Käfig
zu
stecken,
geschweige
denn,
mir
eine
Spritze
zu
setzen.
Ich
hörte,
wie
die
Ärzte
sich
berieten:
„Nein,
so
geht
das
nicht,
das
Tier
darf
in
diesem
Zustand
nicht
so
viel
Streß
haben.
Es
ist
zwar
unüblich,
aber
wir
müssen
Frau
Neugebauer
anrufen
und
mit
ihr
die
weitere
Behandlung
abklären.“
Toll,
ich
hatte
mal
wieder
genau
das
erreicht,
was
ich
wollte.
Dann
würde
mich
Mum
gleich
abholen
kommen
...
nach
sieben
endlosen
Tagen
in
dieser
Klinik.
Als
die
Tür
aufging
und
Mum
mich
sah,
merkte
ich,
wie
schockiert
sie
über
meinen
Anblick
war.
Sie
weinte
und
sagte.
„Ach,
mein
kleiner
Knuddelbär,
hätte
ich
dich
doch
nicht
frei
laufen
lassen,
was
hab´
ich
Dir
nur
angetan.“
Trotz
meiner
drei
Beinchen
bäumte
ich
mich
auf
und
hangelte
nach
Mum.
Sie
hatte
Angst,
mir
weh
zu
tun
und
wußte
nicht,
wie
sie
mich
nehmen
sollte.
Also
sprang
ich
einfach
auf
ihren
Arm,
stupste
sie
mit
meiner
Nase
an
und
sagte
zu
ihr:
„He
Mum,
mach´
dir
keine
Vorwürfe,
denn
ich
liebe
das
Leben
auch
jetzt
noch,
und
für
mich
ist
nur
wichtig
,
daß
du
zu
mir
stehst.“
Mum
wurde
von
den
Ärzten
genau
aufgeklärt,
wie
meine
Behandlung
zu
erfolgen
hatte.
Allerdings
war
es
erforderlich,
daß
sie
mich
in
den
ersten
zehn
„kritischen
Tagen“
Tag
und
Nacht
betreute,
um
auf
einen
Fieberkrampf
und
Phantomschmerzen
reagieren
zu
können.
Zuhause
wurde
ich
aufopferungsvoll
von
Mum
betreut.
Mir
wurde
sprichwörtlich
jeder
Wunsch
von
den
Augen
abgelesen.
In
den
ersten
Tagen
wurde
ich
öfter
von
diesen
„Phantomschmerzen“
eingeholt.
Aber
Mum
war
jedesmal
an
meiner
Seite
und
sprach
beruhigend
auf
mich
ein.
Nach
zehn
endlos
erscheinenden
Tagen
fuhren
wir
zur
Nachuntersuchung
in
die
Tierklinik,
und
alle
Ergebnisse
waren
zufriedenstellend.
Mum
sagte
zufrieden
zu
mir:
„Siehst
Du
mein
Schatz,
das
haben
wir
doch
gut
gemeistert!“
Jetzt
lebe
ich
schon
fast
neun
Jahre
mit
dieser
„Behinderung“,
und
was
soll
ich
euch
sagen?
Mein
Leben
ist
genauso
lebenswert
wie
vor
diesem
Unfall.
Auch
ich
kann
noch
auf
Bäume
klettern
und
Mäuse
jagen
-
allerdings
jetzt
nur
noch
in
einem
gesicherten
Freigehege.
Psst
...
ich
war,
bin
und
werde
auch
immer
der
absolute
Liebling
von
Mum
bleiben!!!
Wenn
Ihr
Fragen
habt
oder
mich
und
meine
Familie
mal
besuchen
möchtet,
ruft
doch
einfach
meine
"Eltern"
an!
Euer
Benjamin

Benjamin
genießt
die
Sommersonne
(Foto:
Juli
2005)
Unser
Benjamin
ist
am
26.
März
2007
über
die
Regenbogenbrück
gegangen
...
...
ich
werde
dich
niemals
vergessen
mein
Schatz!!!
copyright:
Ines
Neugebauer